kWh, m³ – was denn jetzt?
Obwohl der Erdgaszähler zuhause auf der Anzeige die Maßeinheit m³ verwendet, steht auf der Erdgasrechnung die Menge immer in Kilowattstunden (kWh). Auch in der Werbung wird der „Arbeitspreis“ für Erdgas in kWh angegeben.
Erdgasabrechnung einfach erklärt
Was hat es beim Erdgas mit den zwei Maßeinheiten auf sich? Vereinfacht kann man sagen: In m³ wird das durchgeleitete Gasvolumen gemessen, während kWh die tatsächlich genutzte Energiemenge angibt.
Erdgas ist ein Naturprodukt und hat – je nach regionaler Erdgasquelle – mal einen höheren und mal einen niedrigeren Brennwert. Wie hoch der Brennwert ist, wird jeden Monat vom örtlichen Netzbetreiber (hier in Recklinghausen ist das die Westnetz GmbH) veröffentlicht. Dieser Wert wird dann auf der Erdgasrechnung mit ausgewiesen.
So werden Kubikmeter in kWh umgerechnet:
Der zweite Faktor für die Umrechnung ist die „Zustands- oder Z-Zahl“. Wird Erdgas mit Druck komprimiert, steckt in einem m³ natürlich mehr Energie als bei normalem Luftdruck. In geringem Umfang hat schon das Wetter über den draußen herrschenden Luftdruck einen Einfluss darauf, wie viele Gasmoleküle ein m³ enthält. Aber auch die Höhenlage und die Temperatur spielen dabei eine Rolle. Um eine faire Berechnung des Energieverbrauchs zu gewährleisten, wird deshalb auch die „Z-Zahl“ regelmäßig ermittelt und bei der Erdgasrechnung berücksichtigt und angegeben.
Für Recklinghausen ergab sich z. B. im Mai 2025:
1 m³ Erdgas x 0,9422 (Z-Zahl) x 11,574 (Brennwert) = 10,91 kWh
Als Faustformel reicht also: 1 m³ entspricht 11 kWh.
Übrigens
Ein Wechsel des eigenen Gasanbieters hat keinen Einfluss auf diese beiden Werte. Sie ändern sich dadurch nicht.
Und für die Experten und Heizungsinstallateure: Die Stadtwerke Recklinghausen liefern Erdgas der Gruppe H.